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Teatro Lusotaque

 

Das portugiesischsprachige Ensemble TEATRO LUSOTAQUE bereichert seit 2006 mit der Inszenierung von mehr als 20 Theaterstücken das kulturelle und akademische Leben in Köln nachhaltig. TEATRO LUSOTAQUE hat eine lebendige Theaterkultur in portugiesischer Sprache etabliert. Die künstlerische Praxis der Theatergruppe steht in enger Verbindung mit der sprachlichen und akademischen Ausbildung am Portugiesisch-Brasilianischen Institut und zeugt von der Dynamik der Lusitanistik an der Universität zu Köln.

TEATRO LUSOTAQUE entstand 2006 an der Universität zu Köln auf Initiative von Beatriz de Medeiros Silva, die zuvor bereits die erste portugiesischsprachige Theatergruppe Deutschlands, Os Quasilusos, in Freiburg gegründet und geleitet hatte. Ab 2010 wurde TEATRO LUSOTAQUE zunächst überwiegend von Fabian Aquilino betreut, bis Marianna Souza 2016 die Gruppe übernahm. Zwischen 2020 und 2022 stand die Gruppe unter der Leitung von Alexandra Marinho. Renato Sbardelotto ist der aktuelle Regisseur der Teathergruppe.

Das Teatro Lusotaque auf Facebook: www.facebook.com/teatro.lusotaque

Beitrag des portugiesischen Fernsehsenders RTP über das Teatro Lusotaque [ab 19:42]:

https://www.rtp.pt/play/p11239/hora-dos-portugueses

Das Ensemble
Die Theatergruppe besteht größtenteils aus Studierenden der Lusitanistik und der Regionalstudien Lateinamerika. TEATRO LUSOTAQUE vereint Studierende und Absolvent*innen, darunter sowohl Muttersprachler*innen als auch Fremdsprachler*innen mit unterschiedlichen Portugiesischkenntnissen, ergänzt durch professionelle Schauspieler*innen aus Brasilien und Portugal. Einige der Mitglieder des Ensembles haben bereits längere Zeit in Portugal, Brasilien oder im lusophonen Afrika verbracht. Sowohl die sprachliche als auch die künstlerische Praxis der Theaterarbeit sind eine große Bereicherung für die Studierenden.
TEATRO LUSOTAQUE ist offen für neue studentische Mitglieder, die am Schauspiel interessiert sind und über Grundkenntnisse des Portugiesischen verfügen.
Der Name
In dem Neologismus „Lusotaque“, der von Fabian Aquilino geprägt wurde, klingen mehrere Begriffe an. So verweist der Name TEATRO LUSOTAQUE sowohl auf die verschiedenen „sotaques“, die Akzente der Beteiligten, als auch auf das Wort „luso“, das sich von dem römischen Namen Portugals (Lusitania) ableitet und sich auf die portugiesische Sprache bezieht. „Lusotaque“ weckt ferner die Assoziation zu dem Wort „ataque“ (Attacke) und verweist damit auf die Dynamik des portugiesischsprachigen Theaters in Köln.
Bisherige Projekte
TEATRO LUSOTAQUE kann bis dato auf einundzwanzig erfolgreiche Inszenierungen zurückblicken, von denen einige nach ihrer Premiere in Köln auch in Berlin, Bonn, Hamburg und München sowie in Lissabon und Oeiras aufgeführt worden sind. Chronologischer Überblick  SoSe 2006: „Werkaufführung“ (Regie: Beatriz de Medeiros), Sketche zu den Unterschieden zwischen europäischem und brasilianischem Portugiesisch; Aufführungsort: Evangelische Studierendengemeinde (ESG), Köln WS 2006/07: „A Fogueira“ (Regie: Beatriz de Medeiros Silva), frei adaptiert nach Kurzgeschichten der afrikanischen Autoren Mia Couto und Pepetela; Aufführungsort: CARITAS Köln SoSe 2007: „O Paraíso“ (Regie: Sílvia Parrinha, Christian Baab, Simin Askari und Beatriz de Medeiros Silva), frei adaptiert nach Kurzgeschichten aus dem Band „Bichos“ und dem Theaterstück „O Paraíso“ des portugiesischen Schriftstellers Miguel Torga; Aufführungsorte: Studiobühne Köln, „Miguel Torga-Kongress“ Stadtbibliothek Hamburg, 1. Treffen portugiesischsprachiger Theatergruppen Europas, organisiert vom portugiesischen Kulturinstitut Instituto Camões, Lissabon WS 2007/08: „Vestido de Noiva“ (Regie: Sílvia Parrinha, Roberto de Freitas und Beatriz de Medeiros Silva) des brasilianischen Autors Nelson Rodrigues; Aufführungsort: Orangerie Köln SoSe 2008: „InQUIETudes“ (Regie: Sílvia Parrinha), frei adaptiert nach Gedichten und philosophischen Texten aus dem „Buch der Unruhe“ des portugiesischen Autors Fernando Pessoa, Musik: brasilianische Gruppe „A Irmandade“; Aufführungsorte: Arkadas-Theater Köln; 2. Treffen portugiesisch-sprachiger Theatergruppen Europas (Oeiras), organisiert vom portugiesischen Kulturinstitut Instituto Camões, Lissabon WS 2008/09: “NasciMente – KopfGeburten“ (Regie: Katharina Baab und Eva Becker), eine freie Adaption von Texten von Fernando Pessoa und Franz Kafka, Aufführungsorte: Orangerie in Köln und Black Box in München. SoSe 2009: „Murro em Ponta de Faca“ (Regie: Ursula de Miranda Fleming, Charlotte Grieser und Annelie Moreira da Silva), des brasilianischen Autors Augusto Boal. Aufführungsorte: Arkadas-Theater Köln, 3. Treffen portugiesischsprachiger Theatergruppen Europas (Oeiras), organisiert vom portugiesischen Kulturinstitut Instituto Camões, Lissabon WS 2009/10: „Arranha-céus“ (Regie: Jan Köpke und Beatriz de Medeiros Silva), des portugiesischen Autors Jacinto Lucas Pires, der als einer der neuen großen Schriftsteller seines Landes gilt. Aufführungsort: Severins-Burg-Theater Köln SoSe 2010: „As Orações de Mansata“ (Regie: Beatriz de Medeiros Silva) – ein Stück des guinea-bissauischen Schriftstellers Abdulai Sila. Macbeth auf dem afrikanischen Kontinent. Uraufführung. Aufführungsort: Horizont-Theater Köln WS 2010/11: „Odorico, O Bem Amado“ (Regie: Fabian Aquilino und Lucélia da Silva) des brasilianischen Autors Alfredo Dias Gomes. Eine „sozio-politisch-pathologische“ Farce. Aufführungsort: Horizont-Theater Köln SoSe 2011: „CriaNção“, (Regie: Yara Heidemann), frei adaptiert nach Texten von Pepetela, Sophia de Mello Breyner und Luis Bernardo Honwana. Aufführungsort: Horizont-Theater Köln WS 2011/12: „LuciFama“ (Regie: Fabian Aquilino), frei adaptiert nach dem Klassiker „Auto da Compadecida“ von Ariano Suassuna aus dem Jahr 1955. Aufführungsort: CASAMAX Köln SoSe 2012: „A última dança do Maxim's“ (Regie: Katharina Baab und Simin Askari). Freie Adaption nach Texten der portugiesischen Autor*innen Filipe la Féria, Fernando Pessoa, Mário de Sá-Carneiro, José Sobral de Almada Negreiros und Maria Judite de Carvalho. Aufführungsort: Theater die Baustelle Köln WS 2012/13: „Humildade“ von Walter Solon (Regie: Ursula de Miranda Fleming). Aufführungsort: Theater Tiefrot Köln  WS 2013/14: Adaptation von „Gabriela – Cravo e Canela“ von Jorge Amado (Regie: Fabian Aquilino und Katharina Baab). Aufführungsorte: Café Duddel Köln, GIZ in Bonn und Brasilianische Botschaft Berlin SoSe 2014: „Juntos Num Só Ritmo?“ (Regie: Fabian Aquilino). Geschrieben und konzipiert von Teatro Lusotaque anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Aufführungsorte: Club Bahnhof Ehrendfeld in Köln, GIZ in Bonn WS 2014/15: „POPANZ XXI- Quem tem medo do bicho-papão?“ (Regie: Fabian Aquilino), Adaption des „Gesangs vom lusitanischen Popanz“ von Peter Weiss aus dem Jahr 1965. Aufführungsort: Horizont Theater, Deutsch-Brasilianische Gesellschaft in Bonn WS 2015/16 und SoSe 2016: „Cabo de Omar – Legado de um herói“ (Regie: Fabian Aquilino), Adaptation nach Dias Gomes’ „O Berço do herói“ aus dem Jahr 1965. Aufführungsorte: Studiobühne Köln, KaBeTÉ in Bonn WS 2016/17: „Por trás das maravilhas“ (Regie: Marianna Souza und Carina Castro), frei adaptiert nach Maurício Rocha „A Insana“. Aufführungsort: Studiobühne Köln WS 2017/18: „O dilema do comboio“ (Regie: Marianna Souza und Elisa Giovanetti) frei nach Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“. Aufführungsort: Studiobühne Köln SoSe 2018: zweisprachiges Kindertheater „Daqui ninguém passa / Hier kommt keiner durch“ (Regie: Myriam Chebabi), frei nach dem Buch von Isabel Minhós Martins und Bernardo Carvalho. Jugendliteraturpreis 2017. Veranstalter: Internationale Kinder- und Jugendbuchwochen in Kooperation mit dem COMEDIA Theater
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